Startseite

Entstehung

 

Dinkelbauer

 

Königshof

Stauferstadt

Reichsstadt

Münster St. Georg

Partnerstadt

Blausieder

Dreissigjährige Krieg

Abbruch

Kreisstadt

Kinderzeche +  Knabenkapelle

Filmschau

Links

Impressum

So geheimnisvoll wie dieser alte Spruch eines unbekannten Verfassers zur Stadtentstehung, genauso geheimnisvoll ist der Werdegang der Stadt in der Tat. Dinkelsbühl taucht aus dem Dunkel der Geschichte nicht plötzlich auf; sein Ursprung zeichnet sich schemenhaft ab bei der sorgfältigen Erforschung der hiesigen Bodenverhältnisse und der Landschaft, des Sprachgebrauchs bei den alten Orts-, Flur- und Gemarkungsnamen, der Bevölkerungsströme und der Herrschaftsverhältnisse in grauer Vorzeit, aus Grabungsergebnissen der letzten über 100 Jahre sowie insgesamt aus den allgemein-geschichtlichen Abläufen des engeren und weiteren Raumes um den Wörnitzgrund und der ansteigenden Höhen um das Flusstal.

Und bei all den Spekulationen über die Siedlungswurzeln der Stadt begegnet dem Forscher immer wieder eine sagenhafte und legendenumwobene Gestalt in der Person eines Dinkelbauern.

Wenn auch mit letzter Gewissheit die Existenz dieses Dinkelbauern als Stadtgründer von Dinkelsbühl nicht mehr belegt werden kann, so muss in grauer Vorzeit doch eine so bedeutsame Person am Wörnitzufer gelebt haben, dass sie es wert war, dass man ihr ein Denkmal gesetzt hat.

Bei meinen Streifzügen durch die Stadt begegnete ich immer wieder diesem Denkmal. Es steht im Stadtpark beim Musikpavillon unweit des Hippenweihers. Lange Zeit wunderte ich mich, dass die Dinkelsbühler ihren sagenhaften Stadtgründer  -  dem sie letztendlich, wenn an der Sage etwas Wahres sein sollte, doch ihre ganze Existenz zu verdanken haben  -  ausserhalb der Altstadt so verstecken. Genauso haben wohl die Altvorderen ihre Kranken und Aussätzigen vor die Stadt verbannt und wollten nichts mehr von ihnen wissen.

Mit der Zeit wurde ich kundig, dass es sich bei dieser Stadtpark-Figur um den traurigen Rest des einstigen prächtigen Dinkelbauerbrunnens vom Marktplatz handelt und dass ich das richtige Dinkelbauer-Denkmal wo ganz anders suchen müsste.

Ein Zufall führte mich in den Innenhof des ehemaligen Karmeliterklosters (jetzt Berufsfachschule für Musik des Bezirks Mittelfranken) in der Klostergasse und ich traute meinen Augen nicht  -  2 Dinkelbauer-Figuren thronten hoch oben auf Mauerpodesten! Bei meinen jetzt einsetzenden detaillierten Nachforschungen zu den historischen Dinkelbauer-Figuren, also nicht metamorphosen Brunnenresten oder Wandmalereien neuerer Entstehung wie an der Rückseite des neuen Rathauses, erlebte ich noch 2 Überraschungen. Im Gemeindesaal der St. Paulskirche entdeckte ich noch eine Dinkelbauer-Figur und ein Hinweis führte mich zu einer 4. Dinkelbauer-Figur in der Städtischen Musikschule in der Nördlinger Strasse.

Hatte der Dinkelbauer damals Brüder? Oder stellten 3 Figuren Nachkommen des Dinkelbauern dar? So launig in mir diese Fragestellungen aufkeimten, so wenig Fakten erhielt ich zunächst zu den 4 Dinkelbauer-Figuren. Die auf dem Markt befindlichen Publikationen über die Dinkelsbühler Geschichte und darin eventuell enthaltene Anmerkungen zu den Dinkelbauer-Figuren verwirrtem mich eher als dass sie zur Aufklärung beitrugen. Mich interessierte vor allem, warum gibt es 4 Figuren und wann entstand welche Figur?

Ein Aufsatz von August Gabler in der FLZ neueren Datums (1996) zu den Dinkelbauer-Figuren brachte mich zunächst zu der Erkenntnis, dass es sich bei den 2 Figuren im Innenhof des ehemaligen Karmeliterklosters in der Klostergasse um Kopien handelt. Aber wo sind dann die Originale?

2 Helfer zur letztendlich korrekten und detaillierten Darstellung der 4 historischen Dinkelbauer-Figuren fand ich schliesslich in der Person des ehemaligen Dinkelsbühler Dekans Herbert Reber vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat Dinkelsbühl und des Dinkelsbühl-Geschichtsforschers Gerfrid Arnold in Langfurth bei Dinkelsbühl. Mit deren freundlicher Unterstützung kann ich nunmehr jedem Interessierten die Biographie der 4 (historischen) Dinkelbauer-Figuren dokumentieren.

An dieser Stelle spreche ich den genannten Personen meinen Dank für ihre Mitarbeit und Hilfe aus.


Die Biographie des Dinkelsbühler Dinkelbauer (als pdf-Datei, 224KB)