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Die Dinkelsbühler haben seit alter Zeit einen Spitznamen: "Blausieder"

 

 

Eine heitere Sage führt zur Erklärung für diese seltsame Bezeichnung für die Dinkelsbühler.

"Während eines heissen Sommernachmittags sitzt der Rat der Stadt zusammen, um über das Schicksal eines ertappten Räubers zu befinden. Die Ratsherren werden sich nicht einig, was mit dem Übeltäter geschehen soll und so zieht sich die Ratssitzung in die Länge.

Einer der Ratsherren wird dabei ob der sommerlichen Hitze von der Müdigkeit so übermannt, dass er langsam aber sicher in einen Verdauungsschlaf versinkt. Zum Mittagessen hat es seine Leibspeise gegeben, einen von ihm selbst gefangenen schweren Karpfen aus der Wörnitz, blau gesotten zubereitet. Während seines Nickerchens träumt der ehrwürdige Ratsherr von der verspeisten Köstlichkeit und bemerkt und hört nicht, dass seine Ratskollegen inzwischen über des Räubers Schicksal abstimmen wollen. Sein Ratsnachbar gibt ihm also einen Stoss und fragt ihn, was mit dem Übeltäter geschehen soll.

Der ehrwürdige, aber schlaftrunkene Ratsherr schrickt aus seinem Schlaf auf und ruft, noch halb im Traum, in den Sitzungssaal: 'Blausieden soll man ihn!' '"

Was mit dem Räuber dann wirklich geschehen ist, ist nicht überliefert ........................